„So voll war der Mehrzwecksaal noch nie zum Frühlingsfest,“ erzählt die Leiterin des Sozialen Dienstes Stefanie Schneider. Rappelvoll könnte man auch sagen, schließlich sitzen am 18.3.rund 70 Bewohnerinnen und Bewohner in dem nach frischen Waffeln duftenden Mehrzweckraum. Während die Kaffeemaschine blubbernd ihre letzten Runden zieht, steigt die Vorfreude auf ein weiteres Fest im St. Josefshaus. Und dann greift Schneider zum Mikrofon, eröffnet gut gelaunt das diesjährige Frühlingsfest, worauf das Trio um Gerd Neuhaus mit stimmungsvoller Livemusik den Nachmittag eröffnet.
Und damit geht’s los. Lange vor dem Start ins Fest haben Ehrenamtliche Waffeln gebacken, die nun mit einer Kugel Eis, einem Schuss Sahne und besagtem Kaffee an die Tische wandern. Es wird hektisch für die Mitarbeitenden und geschmackvoll für die Gäste. Währenddessen: Hits aus den zurückliegenden 60 Jahren – die ZDF Hitparade einmal rauf und wieder runter. Mit vollem Mund singt es sich sowieso besser.
Während sich die Waffeln in Windeseile in Luft auflösen, steigt die Stimmung und die ersten Damen beginnen zu tanzen. „Es ist immer ganz besonders schön zu erleben, dass selbst Bewohnerinnen und Bewohner, die im Alltag nur im Rollstuhl sitzen, sich dann doch für ein Tänzchen aufstehen, um sich im Rhythmus zu bewegen,“ erzählt die Leiterin des Sozialen Dienstes. Es wird gesungen und geklatscht, getanzt und geschunkelt. Keine Frage: die Musiker treffen den Nerv ihres senioren Publikums.
Glück oder Pech war es, dass dieses Fest im Haus stattfand, während draußen die Sonne ihre bereits spürbare Kraft bewies. Natürlich hat sich auch das Team überlegt, das Fest nach draußen zu verlegen, doch da hatten die Musiker bereits ihre Anlage aufgebaut und Sonne hin, Sonne her – kurz vor dem Beginn des Frühlings fröstelt es doch viele, wenn der Wind aufzieht und die erste Wärme vertreibt. Also – eine Inhouse-Veranstaltung, die wieder einmal für Stunden eine festliche Stimmung ins Haus zauberte.
Erneut gelang es dem Team um den Sozialen Dienst, echte Freude in den Alltag zu bringen. Ein Fest von vielen. Und als nächstes kommt dann auch schon der Osterhase. Wie heißt es so schön: Nach dem Fest ist vor dem Fest. Gut so.

