Hochzeitsüberraschung


Als Eva Zander am 4. Mai auf dem Gelände der Paasmühle in Sprockhövel heiratete, waren auch einige Kolleginnen und Kollegen aus dem St. Josefshaus dabei – schließlich verbindet der Arbeitsalltag und schafft nicht nur einmal ein nettes persönliches wie privates Miteinander. Soweit, so gut.

Mit dem Folgenden rechnete Eva Zander allerdings nicht:
Der Soziale Dienst des St. Josefshauses brachte fünf Bewohnerinnen und Bewohner aus ihrem Wohnbereich mit zur Trauung und sorgten so für eine Überraschung der Extraklasse.

Nach dem großen Hallo und den ersten Tränchen fand dann die Trauung unter einem Baum auf dem Gelände der Paasmühle statt. Zwischen Schwänen, Falken, einem Pfau, einem Esel und einer Ziege entstand fast eine Atmosphäre wie in einer kleinen Arche Noah. So idyllisch der Ort, so beschwerlich war jedoch der Weg dorthin. „Wir hatten zwei Rollstuhlfahrer und drei Rollatoren dabei und mussten über Wiese, Wurzeln und Wege“, erzählt Stefanie Schneider, Leiterin des Sozialen Dienstes. „Aber wir wollten unbedingt dabei sein.“ Und wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg. Eva Zander wusste von alldem natürlich nichts. „Sie war wirklich zu Tränen gerührt“, sagt Stefanie Schneider. „Alles, was sie hier im Haus tut, tut sie mit Leib und Seele für die Bewohner.“

Seit über zehn Jahren arbeitet Zander im St. Josefshaus in Witten-Herbede. Viele Menschen auf ihrer Station begleitet sie Tag für Tag. Dass einige von ihnen nun bei ihrer Hochzeit dabei waren, bedeutete ihr viel. „Ich fand das unfassbar lieb, dass sie gekommen sind“, sagt sie. „Man verbringt so viel Zeit am Tag miteinander. Da entsteht schon eine Verbindung.“

Nach der Trauung stießen alle gemeinsam mit Sekt und Orangensaft an. Rund zwei Stunden blieb die Gruppe aus dem St. Josefshaus vor Ort. Auch auf dem Gruppenfoto mit der Familie durften die besonderen Gäste nicht fehlen. Es war mehr als eine nette Geste und zeigt, wie herzlich das Miteinander wirklich ist.

Ein Geschenk hatte das St. Josefshaus natürlich auch dabei: einen selbst gebastelten kleinen Fensterrahmen mit Brautpaar, Herz und liebevoll drapierten Geldscheinen von Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden.

So wurde aus der Hochzeit einer Mitarbeiterin aus dem St. Josefshaus auch ein besonderer Herzensmoment, in dem sich zeigte, wie Nähe, Vertrauen und Herzlichkeit im beruflichen Alltag wachsen können.

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