Ein Pingpongball springt über den Tisch, landet am Becherrand und fällt doch noch hinein. Ein paar Meter weiter fliegen Ringe, Socken und bunte Bälle durch die Luft. Im Innenhof des St. Josefshauses ist an diesem 9. Juli ganz schön was los. Bewohnerinnen und Bewohner sitzen an den Spielstationen, feuern einander an oder verfolgen das Geschehen von der Terrasse aus. Während Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Gäste helfen und Punkte zählen.
Zum Start gibt es für alle erst mal ein Eis, denn auch wenn der Himmel anfangs noch bedeckt ist, ist es sommerlich warm. Später schiebt sich dann die Sonne durch die Wolken und schenkt dem Innenhof unter den vielen Sonnenschirmen und Pavillons eine wohlige Atmosphäre.
Das Sportfest gehört inzwischen fest zum Veranstaltungskalender des Hauses. Ist es doch eines von vielen Festen und gemeinsamen Erlebnissen, die das Jahr im St. Josefshaus prägen. Von daher sind auch dieses Mal rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner aktiv. Weitere Gäste schauen von der Terrasse aus zu und genießen die ausgelassene Stimmung. Etwa 20 Mitarbeitende des Hauses begleiten das Fest, hinzu kommen rund zehn Ehrenamtliche des St. Josefshauses. Außerdem ist das 16-köpfige Team der Deutschen Bank dabei. Gemeinsam betreuen sie die Stationen, erklären die Aufgaben und helfen dort, wo eine ruhige Hand oder ein aufmunterndes Wort gebraucht wird. Mit anderen Worten: „Ohne die Ehrenamtlichen und die Mitarbeiter der Deutschen Bank wäre das heute alles nicht möglich“, sagt Stefanie Schneider, Leiterin des Sozialen Dienstes.
An rund zehn Stationen ist dann Geschick gefragt. Beim Ringewerfen müssen die Teilnehmenden genau zielen, beim Becher-Pingpong den richtigen Schwung finden. Es gibt Sockenweitwurf, Bälleangeln und einen Sinnesparcours zum Fühlen und Schmecken. Manche Übungen wirken spielerisch und verlangen doch Konzentration, Beweglichkeit oder Fingerfertigkeit. Manchmal auch alles zusammen. Hier wird niemandem etwas geschenkt und doch zwischendurch eine Auge zugedrückt. „So ein Sportfest ist natürlich in jeglicher Hinsicht gut für die Motorik und auch für die Wahrnehmung der Bewohner“, sagt Schneider.
Dabei wird schnell deutlich: Bei diesem Sportfest nimmt niemand nur zum Zeitvertreib teil. Hier geht es auch um Punkte und letztlich um eine Medaille. Mitarbeitende und Ehrenamtliche feuern an, lachen mit und feiern jeden gelungenen Wurf. Jutta Görke, Marktbetreuerin im Bereich Health Care Deutschland der Deutschen Bank, erlebt den Ehrgeiz direkt an der Pingpong-Station. „Ich fand es toll, dass die alten Leute so mitgemacht haben“, sagt sie. Besonders beeindruckt hätten sie „dieser Schwung und dieser Elan“. Viele hätten unbedingt eine Medaille gewinnen wollen.
Die Deutsche Bank begleitet das St. Josefshaus bereits seit Jahren bei solchen Veranstaltungen mit einem ganzen Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unterstützen auch dieses Mal den Förderverein des St. Josefshauses mit 800 Euro. Entscheidend sei jedoch das persönliche Engagement, betont Görke: „Die Mitarbeitenden wollen selbst dabei sein und mithelfen. Das macht uns wirklich einen Riesenspaß.“
Nach allen Stationen folgt die Siegerehrung, bei der Gold-, Silber- und Bronzemedaillen unter dem Beifall aller ihren Besitzer wechseln. „Das Schönste ist am Ende die Siegerehrung und die strahlenden Gesichter“, sagt Schneider. Schließlich werde dort sichtbar, was jede und jeder geleistet habe. Und natürlich ist dies kein echter Wettbewerb, sondern eine liebevoll gestaltete Veranstaltung, die anspornt und zugleich niemals übermäßig fordert. Es soll Spaß machen. Nicht mehr – nicht weniger.
Und damit ist der Nachmittag noch nicht vorbei. Beim anschließenden Duell zwischen dem St. Josefshaus und der Deutschen Bank wird es laut, schnell und nass. Wasserbomben müssen auf Löffeln durch einen langen, verwinkelten Parcours balanciert werden. Vollgesogene Schwämme wandern über den Platz und werden auf der gegenüberliegenden Seite in Töpfen ausgewrungen. Es gibt Tauziehen und Völkerball – ebenfalls mit Wasserbomben. Von der Terrasse und von den Balkonen aus beobachten die Bewohnerinnen und Bewohner das feuchtfröhliche Kräftemessen und feuern beide Seiten gleichermaßen an. Wer gerad noch selbst gefordert war, darf nun zusehen, wie die Profis schwitzen.
Nach einem Nachmittag voller Bewegung, Begegnungen und sportlicher Ziele sitzen Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende, die Ehrenamtlichen des St. Josefshauses und die Gäste der Deutschen Bank schließlich noch bei Currywurst und Pommes beisammen. Aus dem Sportfest 2026 entsteht so mehr als eine Ansammlung von motorischen oder sensorischen Spielen: Es wird ein Fest der Freude, der Aktion, der Hilfen und der Erfolge aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Ein toller Tag – für alle Beteiligten.

