Eisernes Doppel

Zwei Ehepaare aus Witten verbringen ihr halbes Leben miteinander. Nun feiern beide Paare ihre Eiserne Hochzeit (65 Jahre). Beide im selben Altenheim.

Als diese vier Senior:innen heirateten, dröhnte aus den jungen Transistorradios der erste Rock’n’Roll-Hit einer neuen Ära: Rock around the clock von Bill Haley. 1956 war das. Heinz Köppen heiratete am 17.3. des Jahres seine Erika, wenige Monate später heiratete Reinhold Trojan am 4.8.1956 Dorle. Beide Paare feiern in diesem Jahr ihre Eiserne Hochzeit. Das ist schon außergewöhnlich. Dass sie sich als seniore Paare in ein und demselben Altenheim wiedertreffen, ist bemerkenswert.


Viele Jahre lebten sie in Witten gemeinsam auf der Crengeldanzstraße. Die vier freundeten sich an, die Kinder sagten zu den neuen Freunden Tante und Onkel – wie das früher so war. Mittlerweile sind die Kinder selbst im Rentenalter und begrüßen immer Tante Dorle und Onkel Heinz, wenn sie ihre Eltern besuchen und die alten Nachbarn automatisch treffen. „Wir haben damals den Kontakt zu den Trojans aufgebaut, das sind nämlich sehr sehr nette Leute. Und wir sind das auch,“ scherzt Heinz Köppen (86) und ruft damit den Geist einer Jahrzehnte andauernden Freundschaft wach. Trotzdem hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Schlaganfälle, Schwerhörigkeit, Erblindung. Aber wenn die alten Freunde sich gegenseitig auf die Schippe nehmen, sorgt das immer noch für echte Lacher im Quartett.


„Als wir noch besser zurecht waren, haben wir die Trojans immer im St. Josefshaus besucht. Wir haben damals schon zu unserer Tochter gesagt: Wenn wir nicht mehr können, wollen wir auch dahin.“ Drei Jahre ist das her. Die Trojans leben seit 2017 im Quartierzentrum, Köppens zogen 2020 ein. Mitten in der Pandemie. Die Freunde sind nun wieder Nachbarn und trotzdem sehen sie sich fast ein dreiviertel Jahr nicht, weil im St. Josefshaus die Etagen strikt voneinander getrennt wurden, um die Risiken einer Ansteckung der Bewohner untereinander zu minimieren. Trojans wohnen unten, Köppen oben. Erst nach den Impfungen fallen die Barrieren und die Freunde aus einer Zeit vor dieser Zeit fallen sich sprichwörtlich wie wortwörtlich in die Arme.
Also sitzen sie heute beieinander und schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen. Vom Urlaub, den Kindern, aber auch von ihrer Flucht nach dem Krieg aus Ost-Preußen und Pommern in den Westen. Es sind bewegten Leben, die heute kaum noch vorstellbar sind. Hier im Quartierzentrum treffen sich also 347 Jahre gelebte Erinnerung. Und zwei Eiserne Hochzeiten. Deutschlandweit feiern jeden Tag 35 Paare eiserne Hochzeit. Dass sich zwei befreundete Paare auf diese besondere Hochzeit freuen, dürfte einzigartig sein.

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Liebe Angehörige, liebe Besucher*innen,

aufgrund der aktuellen Verordnungen die vollstationären Altenpflegeeinrichtungen betreffend, gelten momentan folgende Regelungen für den Einlass in unser Haus:

Unabhängig vom Impfstatus ist die Vorlage eines aktuellen, negativen Testergebnisses notwendig.

(Antigen-Schnelltest-Ergebnis einer zertifizierten Teststelle nicht älter als 24 Std. oder PCR-Testergebnis eines anerkannten Labors nicht älter als 48 Std.)

Schüler*innen gelten außerhalb der Ferienzeiten aufgrund der Schultestungen als negativ getestet, ebenso Kinder bis zum Schuleintritt.

Vor Ort können Sie sich täglich von 9.30 Uhr – 16.30 Uhr testen lassen!

Am Wochenende finden keine Testungen statt.

Vor Betreten des Hauses ist das Ausfüllen eines Kurzscreenings auf typische Infektionssymptome und die Angabe von personenbezogenen Daten zur Rückverfolgbarkeit notwendig. Bitte besuchen Sie uns nur symptomfrei, der Einlass kann sonst nicht gewährt werden.

Innerhalb der Einrichtung ist das Tragen einer FFP2 – Maske verpflichtend.

(Nicht für Kinder unter 6 Jahren oder aus nachweislich medizinischen Gründen)

Unsere Bewohner*innen dürfen uneingeschränkt Besuch empfangen, sowohl zeitlich als auch die Besucherzahl betreffend.

(Ausnahme: ungeimpfte bzw. nicht vollständig geimpfte Bewohner*innen aktuell nur 2 Besucher*innen gleichzeitig; Kinder unter 13 Jahren nicht mitgerechnet)

Alle Besucher*innen sind angehalten, zu anderen Personen (außer der besuchten Person) einen Mindestabstand von 1.5 Metern einzuhalten und die ausgewiesenen Hygienevorgaben wie Handdesinfektion, Niesetikette etc. einzuhalten.

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